
Hören Sie auf, mit Ihren UV-Lampen zu raten!
Schon seit langer Zeit werden UV-Systeme einfach „eingeschaltet und vergessen“. Man steckt sie ein – sie leuchten, und man hofft nur, dass sie ihre Aufgabe wirklich erfüllen. Das Problem ist jedoch, dass diese Lampen im Grunde genommen „blind“ sind. Man weiß zwar, dass sie Strom erhalten, doch man hat keine Ahnung, ob der Gasvorrat bald zur Neige geht oder ob die Ausbeute tatsächlich ausreicht, um Keime abzutöten.
Es handelt sich dabei um ein gewisses Wagnis.
Warum die alte Methode Probleme verursacht
Die meisten Leute verwenden einfach einen Timer. Wenn das Kalenderdatum anzeigt, dass die Lampe alt ist, tauschen sie sie aus. Doch das ist selten genau richtig. Manchmal wird eine völlig funktionstüchtige Lampe viel zu früh ersetzt. Andere Male gibt die Lampe kaum noch UVC-Strahlung ab – man nutzt das System also unter dem falschen Sicherheitsgefühl.
Wir haben dieses Problem gelöst, indem wir ein IoT-Strommodul hinzugefügt haben. Jetzt können wir den Spannungswert sowie den Stromfluss in jeder Lampe überwachen. Wenn die Leistung nachlässt, bedeutet das in der Regel, dass die Elektroden abgenutzt sind oder der Quarzkörper verschmutzt ist. Anstatt zu raten, erhält man nun Echtzeitdaten. Man weiß genau, wann eine Lampe zu 80 Prozent ihrer Leistungskraft kommt. Kein Raten mehr nötig.
Der schwierige Teil – und wie wir damit umgehen
Man kann schließlich keinen Sensor einfach auf eine UV-Lampe montieren. Solche Sensoren werden nämlich sehr heiß – wirklich sehr heiß. Wenn die Elektronik zu nahe am Glühraum angebracht wird, geht sie bereits nach wenigen Minuten kaputt.
Um das zu verhindern, verwenden wir geschirmte Kabel und platzieren die Telemetrie-Module außerhalb der Hitzezone.
Ja, dadurch wird die Anschlussarbeit etwas komplizierter. Man braucht einen Gateway sowie ein Protokoll wie Modbus oder MQTT, um die Daten in den PLC zu übertragen. Das kostet zwar etwas mehr auf Anfangsseite, aber es ist besser, als Lampen nur deshalb zu ersetzen, weil das Kalenderdatum es vorschreibt.
Was sich dadurch für Sie ändert
Dadurch wird die UV-Sterilisierung zu einer Aufgabe, die man tatsächlich bewältigen kann. Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Anlage, die 100 Meter lang ist. Anstatt einen Techniker losschicken zu müssen, der die gesamte Anlage abgeht und prüft, ob die Lampen noch funktionieren, kann man einfach auf den Bildschirm schauen. Das ist eine große Erleichterung. Man weiß endlich sicher, dass die industriellen Anlagen tatsächlich steril sind – ohne den ganzen Tag damit verbringen zu müssen, die Anlage abzugehen.