
Bei einer vollautomatischen Ellipsenpressen werden die Zykluszeiten in Sekunden gemessen. Jede zusätzliche Sekunde des Schnelltrocknens summiert sich schnell auf, wenn tausende von Drucken angefertigt werden müssen. Wenn das UV-Härtungsmodul nicht die erforderliche Intensität erreichen kann, bleibt die Tinte unvollständig gehärtet. Dadurch wird die Dauer der Behandlung verlängert – und die Durchsatzrate sinkt.
Was technisch wichtig ist:
Eine Gallium-UV-Lampe ist so konzipiert, dass sie ein Spektrum zwischen 385–405 nm abgibt. Dieses Spektrum passt zu den Photoinitiatoren in vielen Trockenfilm- und Dicke-Ausführungen. Im Vergleich zu herkömmlichen Quecksilberdampflampen reduziert das Gallium die Intensität im Bereich von 254 nm und verringert somit die kortwelligen UV-Strahlen, die zu Ozonbildung und Überhitzung der Oberfläche führen können. Dadurch steht mehr Energie zur Verfügung, die innerhalb des Absorptionsbereichs der Photoinitiatoren genutzt werden kann – was wiederum eine schnellere Härtung bei niedrigerer Gesamtstrahlendosis bedeutet. Bei einer Ellipsenpressen streben wir nach einer stabilen Bogenlänge, einer konstanten Strahlungsintensität entlang des Substrats sowie einer Reflektorgeometrie, die auch dann noch eine präzise Fokallinie gewährleistet, wenn die Leistung der Lampe nachlässt.
Warum es in der Praxis funktioniert:
Die Verkürzung der Schnelltrocknungszeit hängt nicht nur von der Intensität ab, sondern auch davon, ob die richtige Strahlendosis innerhalb der verfügbaren Zeit erreicht wird. Galliumbehandelte Lampen liefern mehr Photonen im Bereich von 385–405 nm – dadurch erreicht die Tinte schneller den Gelpunkt, ohne das Substrat zu schädigen. In der Praxis lässt sich die Schnelltrocknungszeit also verkürzen, ohne dass die Haftfestigkeit oder die Härtetiefe beeinträchtigt werden. Das bedeutet mehr Drucke pro Stunde sowie eine geringere Wärmebelastung für Band und Rahmen. Zudem läuft die Lampe an der Substratoberfläche kühler – was das Verformungsrisiko verringert und zu wiederholbaren Ergebnissen bei langen Arbeitszyklen führt.
Was man beachten muss:
Galliumlampen sind empfindlich bezüglich der Kompatibilität des Balasts sowie des Zündprozesses. Verwenden Sie daher eine kompatible Stromversorgung und halten Sie die Elektroden temperaturgerecht. Andernfalls wird die Spektralstabilität beeinträchtigt – was die Lebensdauer der Lampe verringert. Die Reinheit des Reflektors ist außerdem unverzichtbar: Staub und Lösungsmittelrückstände verschlechtern die Eigenschaften der Dichroiktoberflächen, wodurch die Reflektivität abnimmt. Die Leistung der Lampe nimmt mit der Zeit ab – daher sollten regelmäßige Spektralkontrollen durchgeführt werden, und der Austausch der Lampe sollte in Abstimmung mit den Wartungsintervallen erfolgen.